
Die Trauerfeier ist ein Wendepunkt für die Hinterbliebenen. Sie beschließt einen Lebensabschnitt und ebnet den Weg für einen neuen. Eine Trauerfeier kann man nicht ‘proben‘. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich in der Vorbereitung zu dieser Feier gut fühlen, dass keine Fragen offen bleiben und dass nicht das Gefühl entsteht ‘hätte ich doch…‘.

Als Freie Rednerin höre ich vor allem erst einmal zu. Ich berate Menschen, die oft das erste Mal mit dem Tod in Berührung kommen und sich vollkommen hilflos fühlen. Ich tröste und halte Tränen aus, genauso wie gemeinsames Schweigen. Ich bin Anker, begleite, strukturiere und bin auch abends und am Wochenende für die Menschen, die ich betreue, erreichbar. Meine Arbeit ist Seelsorge. Obwohl ich nicht mehr Mitglied einer Kirche bin. bin ich offen für Wünsche hinsichtlich Gebeten oder Segenssprüchen. Ich organisiere, plane, kommuniziere und moderiere. Ich stehe bei 35° im Schatten genauso am Grab, wie bei eisigen Minustemperaturen, im Matsch oder bei Regen. Und ich liebe es.
Die individuelle Gestaltung von Trauerfeiern und Trauerreden ist mein Beruf und mir wurde schon oft gesagt, das sei meine Berufung. Vielleicht spreche ich auch deshalb lieber von 'Lebensfeiern' und 'Lebensreden'. Denn genau darum geht es doch: Ein Leben liebevoll und dankbar zu würdigen. Ich nehme mir Zeit für Sie, für Ihre Erinnerungen an die verstorbene Person, für die Geschichten, die zu diesem Leben gehören. Und ich sorge zusammen mit Ihrem Bestatter dafür, dass es ein guter Abschied für Sie wird.
Die Bilder auf dieser Seite zeigen einige außergewöhnliche Trauerfeiern. Aber keine Sorge, ich kann auch ganz klassisch. Allein Sie entscheiden, was zu Ihnen und zu dem Menschen passt, den wir verabschieden.
An dieser Stelle noch ein offenes Wort zum Thema Künstliche Intelligenz (KI): Meine Texte sind reine Hand- und Kopfarbeit. Ich nutze KI zur Recherche, zur Inspiration und für die Erstellung persönlicher Songs zur Rede. Aber meine Reden sind nicht KI-generiert, sondern pures Handwerk. KI-Systeme verfassen heutzutage sprachlich perfekte Texte. Aber genau das ist das Problem. Perfektion hat keine Seele. Da fehlt das Herz, da entstehen beim Zuhören keine Gefühle. Und wenn dabei Bilder im Kopf entstehen, fühlen sie sich für mich seltsam an, irgendwie künstlich und oberflächlich. Daher habe ich mich im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen dafür entschieden, beim Redenschreiben ganz altmodisch zu bleiben.
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